Wir bedanken uns bei
Der Verein Steuerrad Nord e.V. bedankt sich bei seinem Förderer: Aral Tankstelle Enrico Brauner in Rostock

Lernen Ausserhalb der Schule, Erlebnistour, 2006

Kinder und Jugendliche auf Erlebnistour durch Warnemünde

Engagement erleben!
Während sich die Mitschüler in der Schule mit Matheaufgaben und Grammatikübungen herumquälen, waren 18 Jungen und Mädchen im Alter von 13 bis 17 Jahren kürzlich eindeutig ein wenig priviligiert. Mal Abschalten von Alltagsproblemen, von persönlichen Konflikten, die man ständig mit sich herumträgt, und stattdessen die Seele baumeln zu lassen und Einblicke in Warnemünder Unternehmen zu erhalten, funktionierende Wirtschaft verstehen zu lernen.

Unsere Erlebnistour bei tv.rostock am 28.04.2006



Das war für ca. sieben Stunden der Tagesinhalt für die Kinder und Jugendlichen aus dem ASB- Kinderheim in der Lichtenhäger Schleswiger Straße. "Kindern, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Erlebnisse zu bereiten" - das hat sich der Rostocker Verein "Steuerrad Nord e.V." auf die Fahne geschrieben und somit seit seiner Gründung im Sommer vergangenen Jahres nun zu seiner dritten Tour eingeladen.
Das Personal im Kinderheim des ASB und natürlich die Jungen und Mädchen waren sofort von dem Angebot des Vereins begeistert. Schließlich begann der Tag mit einem Besuch des Warnemünder Hotels "Neptun" beginnen, anschließend hatte der Warnemünder Leuchtturmverein eingeladen.
Bei Ripka Catering sollte es Leckeres zum Mittag geben, bevor die Tour beim Tag der offenen Tür beim Fischereikutterverein "Jugend zur See e.V" mit Spiel und Spaß ausklingen sollte.

Pünktlich um 9 Uhr stand Busfahrer Maik Hey vom Busunternehmen "Jörg F. Tours" vorm Kinderheim. Noch etwas schlaftrunken bestiegen die Jungen und Mädchen und ihre Betreuer Marion Kelch, Maik Petri und Doreen Ihlenfeld den Bus. Vereinschef Thomas Querfurth, sein Vize Manfred Wiesner sowie das älteste Vereinsmitglied "Rudi" Bäßler (78) und Bernd Höfner, im Verein verantwortlich für Finanzen, begrüßten alle, wünschten viel Spaß und los ging's - in Richtung Warnemünde.
Erste Station - das Hotel "Neptun". PR Managerin Harriet Oerkwitz und Jutta Langer, verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung im Hause erwarteten bereits ihren Besuch. "Dass Ausbildung im "Neptun" besonders beliebt ist, beweisen etwa um die 400 bis 500 Bewerbungen auf 64 Ausbildungsplätze", verrät Jutta Langer ein wenig stolz. "Wir bilden in den Berufen Koch, Hotelfachfrau/-mann und Restaurantfachfrau/-mann aus. Unsere Lehrlinge führen das Hotelfachwerk in Mecklenburg-Vorpommern an. Kürzlich belegten die Azubis zwei erste Plätze bei den Landesmeisterschaften in Plau am See. Somit geht es im Oktober 2006 dann weiter zu den bundesweiten Meisterschaften auf den Bonner Petersberg." Weiter gehts in die 11. Etage. Hier präsentiert Jutta Langer den Mädchen und Jungen zunächst die Säle des Hauses. Die Fachfrau verrät, dass Hansas Trainer Frank Pagelsdorf hier geheiratet hat. Und dann schließt sie in der 11. Etage zwei Musterzimmer auf. Eines davon mit komfortablem italienischen Rundbett! So wird es also nach der geplanten Sanierung in manchen Zimmern aussehen! Gleich stürmen die Kids ans Fenster, um den einzigartigen Blick vom Balkon auf die Ostsee zu genießen. "Wahnsinn!", meint Anita und beißt in den Apfel, den der Gerling-Konzern den Kids gerade spendiert hatte. Im Bernsteinsaal trafen sich nämlich an diesem Tag Mitarbeiter des Unternehmens zu einer Tagung und gestatteten den Neugierigen ein kurzes Hallo.
Das "Neptun" soll vom 7. Januar bis 27. März 2007 komplett geschlossen werden. PR Managerin Harriet Oerkwitz: "Es werden auf alle Fälle die sanitären Anlagen geprüft, der aktuelle Sicherheitsstandard muss eingehalten werden", so viel sei schon mal verraten. Weiter geht's in den Arkona Spa-Wellness-Bereich. Jutta Langer gestattet den Mädchen und Jungen nicht nur einen Blick in den riesigen Fitnessraum mit einzigartigem Blick auf die Ostsee, sondern auch einen viertelstündigen Test auf den Laufbändern.
Im Außenbereich trifft Vereinsvize Manfred Wiesner mit großem "Hallo" auf Karl-Heinz Prodöhl, ehemaliger Ruderer wie Manfred Wiesner selbst und heute Clubmanager im "Neptun". Es wird kurz aus alten Zeiten geplaudert. Auch Prodöhl sichert bei Bedarf Hilfe für den Verein zu und ist begeistert von dessen Ideen. PR-Managerin Harriet Oerkwitz verrät an dieser Stelle, dass ein 20-köp?ges Mitarbeiterteam gerade unter Anleitung der ehemaligen Weltklassesprinterin Grit Breuer, die auch im Hause seit kurzem tätig ist, Lauftraining macht, um als Mannschaft am Citylauf 2006 teilzunehmen. "Ich glaube ich entscheide mich aber dann doch lieber für die kleinste Distanz von 2,5 Kilometern. Denn, ich denke ich bin noch nicht so ganz fit. Aber es macht großen Spaß!"
So, der kleine Fitnesstest auf dem Laufband ist beendet. Und jetzt geht's in die Sky-Bar nach ganz oben. Die Stätte, in der sich zahlreiche Paare zu DDR-Zeiten beim Tanz gefunden haben. Harriet Oerkwitz spielt mit Anita und Anne den Flohwalzer. An dem schneeweißen nagelneuen Piano kommt eben keiner vorbei…
Die Sky-Bar ist Kult. Ebenso wie die Broiler-Bar und die Milch-Bar Parterre. Und da gibt es zum Abschluss noch für alle leckeres, im Hause selbst hergestelltes Eis.

Draußen vorm Hotel "Neptun" empfängt Waschküchenwetter die Mädchen und Jungen. Es geht zu Fuß in Richtung Leuchtturm. Gerhard Lau vom Warnemünder Leuchttumverein erwartet sie bereits. Zunächst geht es in die "gute Stube" unter der Plattform. Ein wenig überrascht sind die Kids, dass es hier noch Räume gibt. Herr Lau erzählt ein wenig aus der Geschichte des Leuchtturms. Sie erfahren, dass der noch intakte Warnemünder Leuchtturm unter Denkmalsschutz steht und dass der Leuchtturmverein alles tut, um das Warnemünder Wahrzeichen am Leben zu erhalten. Voller Freude präsentiert er einen Leuchtturm aus Keramik, etwa einen Meter hoch. "Den haben Rostocker Kinder gemacht und uns als Leihgabe überlassen."
Langsam werden die Mädchen und Jungen ungeduldig! Sie wollen rauf auf den Leuchtturm! Es bestätigt sich: Der Blick von hier oben ist einzigartig!
Sichtlich müde und hungrig verlassen die Mädchen und Jungen das Warnemünder Wahrzeichen. Auf Wiedersehen Herr Lau und vielen Dank!
Und schon wartet Ripka Catering - das Restaurant im Technologiepark Warnemünde. Es gibt Wahlessen. Die meisten greifen zu Nudeln mit Gulasch und Pilzen. Sie nicken - "Schmeckt!"
Verdauungspause…
Jetzt gibt es nur noch Spaß, Spiel und Kuchen. Das Haus des Sports am Alten Strom ist die letzte Station an diesem Tag. Der Fischereikutterverein "Jugend zu See e.V." lädt hier zum Tag der offenen Tür ein.
Die Jungs sitzen konzentriert vorm PC und spielen, Betreuer Maik Petri vom ASB-Kinderheim schiebt mit einigen die Billardkugeln übers grüne Feld, unten im Keller wird Tischtennis gespielt. Da haben die meisten plötzlich wieder Hunger. Wir sprechen mit Stephanie Rieck vom Fischereikutterverein. "Wir möchten uns an solch einem Tag natürlich der Öffentlichkeit präsentieren und unsere Angebote zeigen, dass man hier kostenlos Billard oder Kicker spielen, also einfach Nachmittags hierher kommen und seine Freizeit verbringen kann."
Welches Ziel verfolgt der Verein? "Wir wollen das Maritime in Warnemünde für die Kinder erhalten. Wir haben ja den Kutter ,Pasewalk', damit unternehmen wir Fahrten auf die Ostsee. Am 29. Mai sind zum Beispiel wieder Fahrten für Kinder zum Kindertag, für Schulen und Kindergärten eingeplant."
Der Fischereikutterverein will zwar hauptsächlich für Kinder und Jugendliche Freizeitgestaltung anbieten. Seit letztem Jahr aber auch für Senioren. Zum Beispiel findet Seniorengymnastik im Hause statt, auch Tischtennis, eine Skatrunde gibt es. Den überaus schmackhaften Kuchen - übrigens acht Sorten - den es an diesem Tag kostenlos gibt, hat Christine Latzko gebacken. Sie ist 1-Euro-Kraft im Verein.

Am Ende denkt man über Kooperationen zwischen dem Fischereikutterverein und dem Verein Steuerrad Nord e.V. nach. Schließlich stehen bei beiden Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt des Engagements. Vor dem Haus des Sports hält inzwischen der Bus. Fahrer Maik Hey bekommt auch noch ein Stück Kuchen und Kaffee. Er steckt sich anschließend eine Zigarette an und wartet auf die Kids. Die trotten müde, aber mit leuchtenden Augen aus der Tür und lassen sich in die Bussitze fallen. "Es war schön! Jederzeit wieder", so Betreuer Maik Petri. Die Jungen und Mädchen pflichten ihm lautstark bei…
Mehr über Steuerrad Nord e.V. unter www.steuerrad-nord.de
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